Der Reformkurs in Österreich spiegelt auch breitere Trends in Europa wider. Die österreichischen Vertreter haben sich mit Kollegen aus der DACHL-Region – organisiert von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) in Deutschland – über Durchsetzungsmaßnahmen wie IP-Blocking und grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Kampf gegen unlizenzierte Glücksspiel-Websites ausgetauscht.
Im Rahmen dieses regionalen Wandels ist das Zögern Österreichs zunehmend im Widerspruch zu den Praktiken der Nachbarländer. Branchenvertreter argumentieren, dass bereits ein begrenztes Lizenzsystem, anstatt einer vollständigen Liberalisierung, einen Fortschritt darstellen würde. Es würde Österreich dem europäischen Standard näherbringen und gleichzeitig sicherstellen, dass die Regierung die Aufsicht über die Einhaltung der Vorschriften und die Besteuerung behält.
Die Mitglieder des OVWG äußern sich optimistisch über die Aussichten für 2025. Der Verband beschreibt das politische Klima als eines, in dem „die Aufregung hoch ist“ und „alles möglich ist“. Es wurde deutlich gemacht, dass die Fortsetzung eines vollständigen Staatsmonopols nicht länger akzeptabel ist, und dass selbst eine vorsichtige Reform – wie die Ausgabe einer begrenzten Anzahl von Lizenzen – ein Signal für die Verpflichtung des Landes zur Modernisierung und Transparenz wäre.
Mit dem Übergang Finnlands, der 2026 beginnt und bis 2027 abgeschlossen sein soll, wächst der Druck auf Wien, den nächsten Schritt zu machen. Die kommenden Monate werden wahrscheinlich entscheiden, ob Österreich ein Außenseiter bleibt oder ob das Land mit dem Rest Europas in die Etablierung eines wettbewerbsfähigen, regulierten iGaming-Marktes eintritt.
Source:
Austria weighs iGaming licences as OVWG pushes for 2025 deal, worldcasinodirectory.com, Oktober 2025.