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Evolution hat für das zweite Quartal 2026 einen Nettoumsatz von 517,8 Millionen Euro ausgewiesen. Damit lag der Wert 1,2 % unter den 524,3 Millionen Euro des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Gegenüber dem ersten Quartal verbesserte sich der Umsatz jedoch um 0,9 %. Bei konstanten Wechselkursen schätzt das Unternehmen das Umsatzwachstum auf 2,4 %.

Das EBITDA belief sich im Berichtszeitraum auf 341,0 Millionen Euro nach 345,3 Millionen Euro im Vorjahr. Die EBITDA-Marge blieb mit 65,9 % auf dem Niveau des zweiten Quartals 2025. Der Periodengewinn stieg von 248,3 Millionen Euro auf 251,4 Millionen Euro, während das Ergebnis je Aktie von 1,22 Euro auf 1,27 Euro zunahm.

Für die ersten sechs Monate des Jahres meldete Evolution einen Nettoumsatz von 1,0308 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 1,4 % gegenüber 1,0452 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2025 entspricht. Das EBITDA erreichte 676,3 Millionen Euro bei einer Marge von 65,6 %. Der Gewinn für den Zeitraum lag bei 503,4 Millionen Euro, während das Ergebnis je Aktie auf 2,54 Euro stieg.

CEO Martin Carlesund bewertete die Entwicklung im Quartal insgesamt positiv.

„Der Nettoumsatz belief sich auf 517,8 Millionen Euro, was einem Rückgang von 1,2 % gegenüber dem Vorjahr entspricht, jedoch einem Anstieg von 0,9 % gegenüber dem Vorquartal. Das EBITDA lag bei 341 Millionen Euro, entsprechend einer Marge von 65,9 %. Insgesamt bin ich mit den Ergebnissen des Quartals zufrieden.“

Das Unternehmen verwies außerdem auf eine verbesserte Cashflow-Entwicklung und eine weiterhin strikte Kostenkontrolle. Der operative Cashflow nach Investitionen lag bei 258 Millionen Euro, während die Cash Conversion über zwölf Monate 86 % erreichte. Evolution verfügte zum Berichtszeitpunkt über rund 1,2 Milliarden Euro an liquiden Mitteln.

Europa kehrt zu Wachstum gegenüber dem Vorquartal zurück

Die regionale Entwicklung fiel unterschiedlich aus. In Europa stiegen die Umsätze nach mehreren schwächeren Quartalen um 3,5 % gegenüber dem ersten Quartal 2026. Evolution sieht weiterhin niedrige Kanalisierungsraten in mehreren regulierten Märkten als Herausforderung, verzeichnete jedoch eine höhere Aktivität in verschiedenen Ländern. Besonders die Game-Show-Kategorie entwickelte sich positiv, während die Nachfrage nach Tischen mit muttersprachlichen Dealern anhielt.

Im Earnings Call erklärte das Management, dass es noch zu früh sei, die Entwicklung in Europa als dauerhaften Wendepunkt zu bewerten. Gleichzeitig verwies das Unternehmen auf eine verbesserte Aktivität in regulierten Märkten und plant für später im Jahr die Eröffnung eines neuen Studios in Vilnius, Litauen.

Lateinamerika setzte seinen Wachstumskurs fort und verzeichnete ein Umsatzplus von 26,3 % gegenüber dem Vorjahr. Evolution nahm zudem den Betrieb eines zuvor übernommenen Studios in Argentinien wieder auf und brachte eine lokalisierte Version von Ice Fishing auf den brasilianischen Markt.

Nordamerika legte im Jahresvergleich um 9,5 % zu. Während des Quartals startete Monopoly Live in vier US-Bundesstaaten, und Evolution eröffnete ein zweites Studio in Michigan. Im Juli weitete das Unternehmen seine Präsenz außerdem auf Alberta aus, nachdem die kanadische Provinz zu einem regulierten kommerziellen Online-Gaming-Markt übergegangen war.

Asien bleibt durch Cyberkriminalität unter Druck

Asien entwickelte sich schwächer als die übrigen wichtigen Regionen. Dort sank der Umsatz gegenüber dem ersten Quartal um 3,7 %. Evolution führte die Volatilität unter anderem auf verstärkte Cyberkriminalität zurück, deren Auswirkungen durch die ansonsten günstigere Geschäftsentwicklung nicht vollständig ausgeglichen werden konnten.

Carlesund erklärte im Rahmen der Ergebnispräsentation, dass die zugrunde liegende Nachfrage in der Region weiterhin Wachstumspotenzial zeige. Das Unternehmen sieht die aktuellen Schwankungen stärker mit Cyberkriminalität als mit einer grundsätzlichen Abschwächung des Marktes verbunden.

Andere Märkte, zu denen vor allem Afrika zählt, wiesen ebenfalls Schwankungen auf. Auf Quartalsbasis stiegen die Umsätze dort jedoch um 14,2 %. Evolution berichtete von einer starken Position im Live-Casino-Segment und einer zunehmenden Aktivität bei RNG-Spielen.

Das RNG-Geschäft entwickelte sich im zweiten Quartal besonders deutlich. Der Umsatz in diesem Segment stieg im Jahresvergleich um 14 % und erreichte damit erstmals seit etwa drei Jahren wieder ein zweistelliges Wachstum. Das Management erklärte, dass die Entwicklung aus mehreren Bereichen des Geschäfts stammte und nicht auf einen einzelnen Markt oder ein einzelnes Spiel zurückzuführen war.

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Neue Spiele, UK-Vergleich und Galaxy-Gaming-Übernahme

Evolution setzte im Quartal auch seine Produktstrategie fort. Ice Fishing gewann nach Angaben des Unternehmens weitere Spieler in verschiedenen Märkten und entwickelte sich zu einer der erfolgreichsten Produkteinführungen der vergangenen Jahre. Unter der exklusiven globalen Partnerschaft mit Hasbro brachte Evolution außerdem Monopoly Roulette und Monopoly Roll’em auf den Markt.

Carlesund äußerte sich im Earnings Call optimistisch zur Hasbro-Kooperation und den neuen MONOPOLY-Titeln.

„Ich glaube, dass wir hier etwas wirklich Großartiges aufbauen.“

Kurz vor Veröffentlichung der Quartalszahlen erzielte Evolution zudem eine Einigung über 4,75 Millionen GBP mit der britischen Gambling Commission und schloss damit eine länger laufende Lizenzüberprüfung ab. Der Fall bezog sich hauptsächlich darauf, dass Inhalte von Evolution auf sechs nicht lizenzierten Websites verfügbar waren, was gegen die Lieferbedingungen des Unternehmens verstieß. Evolution erklärte, unmittelbar nach Bekanntwerden des Problems reagiert zu haben. Die Untersuchung habe kein umfassenderes Muster unlizenzierter Zugriffe im Vereinigten Königreich festgestellt.

Auch die geplante Übernahme von Galaxy Gaming blieb ein Thema. Am 17. Juli lief die vereinbarte Abschlussfrist der Transaktion aus. Danach können beide Parteien den Vertrag kündigen. Evolution erklärte, über zwei Jahre erhebliche Zeit und Ressourcen in die administrativen Anforderungen des Übernahmeprozesses investiert zu haben. Aufgrund der Größe von Galaxy Gaming betrachtet das Unternehmen die Transaktion jedoch als nicht wesentlich für sein Gesamtgeschäft und erwartet keine wesentlichen Auswirkungen auf die bestehenden Aktivitäten, das US-Geschäft oder die langfristigen Ziele.

Für das Gesamtjahr hält Evolution an einer EBITDA-Marge von rund 66 % fest. Das Unternehmen plant weitere Produkteinführungen in der zweiten Jahreshälfte sowie zusätzliche Studioeröffnungen. Gleichzeitig läuft ein Aktienrückkaufprogramm im Umfang von bis zu zwei Milliarden Euro, das abhängig von Handelsvolumen und Aktienkurs umgesetzt werden soll.

Source:

Evolution: Interim report January-June 2026, evolution.com, 17. Juli 2026